Kategorie: NLA

Traum vom siebten Meistertitel ist geplatzt: Der TTC Wil scheidet im Halbfinal gegen Lancy aus

Der Tischtennisclub Wil hat das dritte und letzte NLA-Halbfinalspiel auswärts gegen Lancy mit 2:3 verloren. Wie in den ersten zwei Partien war es in der Westschweiz erneut ein zähes Ringen, das abermals über die volle Distanz ging.

Tim Frei, Tagblatt, 13.06.2021, 12.16 Uhr

Mit 3:2 Siegen behielt Lancy wie im Halbfinalspiel zwei mit engstmöglichem Resultat die Oberhand – und zog damit in den Superfinal von Ende Juni gegen Rio-Star Muttenz ein. Für die Wiler dagegen bedeutet der Halbfinal nach 2019 zum zweiten Mal in Serie Endstation. 2020 musste die Saison wegen der Coronapandemie abgebrochen werden, so dass die NLA-Playoffs nicht stattfanden.

Umso grösser die Enttäuschung im Wiler Lager, dass die Ostschweizer ein weiteres Jahr auf die nächsten Superfinal-Teilnahme warten müssen. Damit bleiben die Ostschweizer bei ihren sechs Meistertiteln. Wils Teamcaptain Elia Schmid: «Unser Plan war, dass Pekka Pelz und ich im Einzel gewinnen.» Doch Schmid verlor völlig überraschend gegen Dorian Girod, und dies in drei Sätzen. Der 25-Jährige sagt: «Es war ein schlechtes Spiel von mir. Ich bin sehr enttäuscht von meiner Leistung in dieser Partie.»

Es sei aber keine schlechte Saison, die Teamleistung sei gut gewesen. Doch Schmid betont: «Dieses Halbfinal-Out ist schwer zu verdauen.»

Hotz und Pelz verlieren das entscheidende Doppel

Dabei hatte der entscheidende Halbfinal in Lancy aus Wiler Sicht verheissungsvoll begonnen. Pekka Pelz setzte sich im ersten Einzel gegen Yoan Rebetez in 3:1 Sätzen durch. Für den Deutschen, auf diese Saison hin nach Wil gewechselt, war es der zweite Sieg im dritten Einzel im Halbfinal. Doch schon folgte der erste Rückschlag: Wils Teamcaptain Elia Schmid verpasste es, in seinem ersten Einzel auf 2:0 zu erhöhen. Weil anschliessend auch Christian Hotz seinen Meister in Michel Martinez fand, lagen die Wiler plötzlich mit 1:2 zurück.

Dem Wiler NL-Präsidenten Christian Hotz gelang im Playoff-Halbfinal gegen den CTT ZZ-Lancy leider nicht der erhoffte Exploit. (Foto von Daniel Dorrer)

Schmid, der zweifache Schweizer Einzelmeister bei der Elite, liess sich davon aber nicht beunruhigen und erzwang mit dem 3:0-Sieg im Einzel gegen Yoan Rebetez ein entscheidendes Doppel um den Finaleinzug. Es hätte nicht zu diesem spannenden Halbfinal gepasst, wäre es nicht erneut über die volle Distanz gegangen. Doch leider wiederholten sich aus Wiler Sicht auch im Doppel die Geschehnisse der zweiten Halbfinalpartie: Christian Hotz und Pekka Pelz verloren die alles entscheidende Partie mit 1:3 Sätzen.

Lancy – Wil 3:2
Pekka Pelz s. Yoan Rebetez 3:1 (13:11, 11:6, 9:11, 11:6); Elia Schmid u. Dorian Girod 0:3 (7:11, 8:11, 8:11); Christian Hotz u. Michel Martinez 0:3 (5:11, 7:11, 8:11); Elia Schmid s. Yoan Rebetez 3:0 (12:10, 11:4, 11:8); Christian Hotz/Pekka Pelz u. Michel Martinez/Yanick Taffé 1:3 (2:11, 11:7, 6:11, 1:11). – Lancy gewinnt mit 3:2 und zieht damit mit 2:1 Siegen in den Superfinal vom 27. Juni ein, in dem die Westschweizer in Muttenz auf den Gastgeber Rio-Star Muttenz treffen.

«Wir spüren eine positive Anspannung»: Der TTC Wil kämpft im Entscheidungsspiel in Lancy um den Einzug in den Superfinal

Am Samstag trifft der Tischtennisclub Wil im dritten NLA-Halbfinalspiel auf den Qualifikationssieger Lancy. Spielbeginn in der Westschweiz ist um 16 Uhr. Der Wiler Teamcaptain Elia Schmid ist zuversichtlich.

Wils Elia Schmid gewann drei seiner vier Einzel in den ersten zwei Halbfinalpartien gegen Lancy. (Bild: Tim Frei, Wil, 10. April 2021)

Es war die erwartet enge Begegnung, die sich die beiden Teams Ende Mai in den ersten zwei Halbfinalpartien geboten hatten. Hier der souveräne Qualifikationssieger Lancy, der vor Playoff-Beginn als einziges NLA-Team nur zwei Niederlagen kassiert hatte. Dort der TTC Wil, der mit den drei Titeln hintereinander von 2016 bis 2018 im neuen Jahrhundert das erfolgreichste Team hinter Seriensieger Rio-Star Muttenz und Meyrin ist.

Sollten sich die Wiler im dritten Halbfinalspiel gegen Lancy tatsächlich für den Superfinal vom 27. Juni in Muttenz qualifizieren, käme es zu einem weiteren Endspiel zwischen den Ostschweizern und den Baslern. Angesichts der Erfolge der beiden Teams wäre ein Aufeinandertreffen zwischen Muttenz und Wil ein Traumfinal.

Erneut über fünf Spiele und drei Stunden?

Bis dahin wartet aus Wiler Sicht aber noch ein gutes Stück Arbeit. Strebt Lancy doch genauso den Finaleinzug an, was angesichts der starken Saison ein verdienter Lohn für die Westschweizer wäre. Klar ist: Es dürfte erneut zu einem zähen Ringen zwischen den beiden Equipen kommen. Endeten die ersten zwei Halbfinalpartien doch jeweils mit 3:2 und damit mit dem engstmöglichen Resultat. Zudem dauerten die beiden Begegnungen je über drei Stunden.

Wils Teamcaptain Elia Schmid, der im Halbfinal drei seiner vier Einzel gewann, sagt vor Partie in Lancy: «Wir spüren eine positive Anspannung und freuen uns sehr auf dieses Entscheidungsspiel.» Man reise guten Mutes in die Westschweiz: «Wenn wir unsere Leistung abrufen und als Team agieren, sind wir überzeugt, dass wir den Finaleinzug schaffen. Wir haben einen sehr guten Mix in unserer Mannschaft.»

Drittes und letztes NLA-Halbfinalspiel. Samstag, ab 16 Uhr: Lancy – Wil. (Stand: 1:1) – hier geht es zum Livestream.

Tim Frei, Tagblatt, 10.06.2021, 14.00 Uhr

Playoff-Halbfinal – Es kommt zu einem Entscheidungsspiel zwischen dem TTC Wil und dem CTT ZZ-Lancy

Playoff-Halbfinal – Sieg im Hinspiel, Niederlage im Rückspiel

Nach dem knappen Heimsieg vom Samstag verliert das NLA-Team des TTC Wil das Rückspiel in Lancy mit 2:3. Damit steht es in der Playoff-Serie unentschieden und es kommt am 12. Juni 2021 zu einem Entscheidungsspiel um den Einzug in den Superfinal. Für dieses entscheidende dritte Spiel gegen Lancy müssen die Wiler nochmals nach Genf reisen – der CTT ZZ-Lancy hat als Sieger der Qualifikation das Heimrecht.

CTT ZZ-Lancy wechselt die Nummer 1 und schafft mit diesem taktischen Schachzug den Ausgleich

Beim Hinspiel in Wil hatten die beiden Mannschaften ihren nominell stärksten Spieler auf Position 1 gesetzt. Damit hatten die Topspieler der beiden Mannschaften jeweils 2 Einzel und durften im entscheidenden Doppel nicht mehr antreten, welches der TTC Wil mit 3:2 für sich entscheiden konnte. Beim Rückspiel in Lancy haben die Genfer ihre Nummer 1 und mehrfachen französischen Doppelmeister Michel Martinez auf Position 3 gesetzt. Dieser Poker der Westschweizer ist schliesslich aufgegangen. Obwohl der Wiler Teamleader Elia Schmid seine beiden Einzel gewinnen konnte, blieben die Genfer mit Siegen von Yoan Rebetez gegen Christian Hotz und Michel Martinez gegen Pekka Pelz im Spiel. Da Teamleader Michel Martinez auf Position 2 nur ein Einzel gespielt hatte, konnte er im entscheidenden Doppel zusammen mit Yanick Taffé antreten und gegen das am Samstag noch siegreiche Wiler Duo Christian Hotz / Pekka Pelz den Siegespunkt für Lancy einfahren.

Der Wiler Pekka Pelz gewann beim Hinspiel in Wil sowohl sein Einzel als auch das Doppel an der Seite von Christian Hotz. Im Rückspiel in Lancy musste er sich dann aber sowohl im Einzel als auch im Doppel zusammen mit Christian Hotz geschlagen geben. (Foto von Daniel Dorrer)

Entscheidungsspiel um den Einzug in den Superfinal am 12. Juni 2021 in Lancy

Nach einer Spielzeit von jeweils über drei Stunden haben beide Mannschaften ihr Heimspiel schliesslich knapp gewinnen können und so kommt es in diesem hartumkämpften Playoff-Halbfinale am Samstag, 12. Juni 2021, nun zu einem Entscheidungsspiel, welches in Lancy ausgetragen wird.

Bereits für den Superfinal vom 27. Juni 2021 qualifizieren konnte sich Rio-Star Muttenz. Die amtierenden Schweizer Meister konnten sich im Halbfinale mit zwei 3:0 Siegen deutlich gegen La Chaux-de-Fonds durchsetzen.

Zu den einzelnen Resultaten der Playoff-Halbfinals geht es hier.

TTC Wil, Thomas Wegmann

Playoff-Halbfinal – Sieg für den TTC Wil im Hinspiel

Kampf um den Einzug in den Superfinal

Im gestrigen Hinspiel des Playoff-Halbfinals empfing das Wiler NLA-Team den Qualifikationssieger ZZ-Lancy in der Sporthalle Lindenhof.

Die Wiler Elia Schmid (A20), Pekka Pelz (A20) und Christian Hotz (A19) wollten sich gegen ZZ-Lancy unbedingt für die beiden knappen Niederlagen in der Qualifikation revanchieren, um einen Schritt in Richtung Playoff-Final zu machen.

Das NLA-Team des TTC Wil mit Christian Hotz, Captain Elia Schmid, Pekka Pelz und Betreuer Andy Schmidle (v.l.n.r). 

Die Gäste aus Genf setzten auf Michel Martinez (A20), Yoan Rebetez (A20), Dorian Girod (A19) und Yannick Taffé (A19). 

Sieg für den TTC Wil in Extremis
Im ersten Einzel konnte der Wiler Captain Elia Schmid Yoan Rebetez mit 3:1 Sätzen bezwingen und den TTC Wil mit 1:0 in Führung blieben. Die gegnerische Nummer 1 Michel Martinez glich anschliessend das Spiel mit einem Sieg gegen Christian Hotz wieder aus.

Im dritten Spiel gelang es Pekka Pelz Dorian Girod zu dominieren. Er gewann das Spiel ohne Satzverlust und brachte die Wiler mit 2:1 in Führung.

Damit bot sich im Duell der beiden Nummern 1 Elia Schmid die Chance, das Spiel mit einem Sieg gegen Michel Martinez zu entscheiden. Schliesslich konnte sich in diesem hochklassigen Spiel aber Michel Martinez mit 3:1 Sätzen durchsetzen und für die Gäste ausgleichen.

Somit kam es, wie bereits beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams, zum entscheidenden abschliessenden Doppel. Hier lag das Wiler Duo Hotz/Pelz nach zwei knappen Sätzen mit 0:2 hinten, so dass es leider erneut nach einem Sieg für die Westschweizer aussah. Die beiden Wiler Christian Hotz und Pekka Pelz zeigten in der Folge aber einen enormen Kampfgeist und schafften es sensationellerweise, das Spiel noch zu drehen und mit 3:2 Sätzen für sich zu entscheiden. Damit war der Sieg für die Wiler im Hinspiel des Playoff-Halbfinals Tatsache.
(Zu den Ergebnissen im Detail geht es hier.)

Rückspiel heute um 14 Uhr in Lancy

Bereits heute um 14 Uhr bietet sich dem NLA-Team des TTC Wil damit die Chance auf den Einzug in den Superfinal. Allerdings wird es gegen die Westschweizer Qualifikationssieger nochmals eine absolute Top-Mannschaftsleistung brauchen. Via Instagram-Seite des TTC Wil wird man voraussichtlich wieder live mitfiebern können. Falls ZZ-Lancy heute gewinnt und die Serie ausgleichen kann, käme es am 12. Juni 2021 zu einem Entscheidungsspiel in Lancy. 

TTC Wil, Thomas Wegmann

Play-Off-Halbfinal – Vorschau

Die besten vier Teams der diesjährigen NLA-Saison haben sich für die Playoff-Halbfinals qualifiziert. Mit dem vierten Rang hat das NLA-Team des TTC Wil den angestrebten Einzug in die Playoffs geschafft. Im Halbfinal treffen die Wiler nun auf den Qualifikationssieger ZZ-Lancy. Hier wird in einem Hin- und Rückspiel im Bundesligasystem (Best of five) ermittelt, wer von den beiden Mannschaften sich für den Superfinal qualifiziert und dort um den Schweizermeistertitel spielen darf.

NL-Präsident Christian Hotz freut sich auf das Playoff-Halbfinal und mindestens zwei spannende Partien gegen den Qualifikationssieger ZZ-Lancy.

Am Samstag, dem 29. Mai 2021, empfangen die Wiler das Team von ZZ-Lancy in der heimischen Sporthalle Lindenhof. Spielbeginn ist um 14 Uhr. Aufgrund des Schutzkonzeptes sind leider keine Zuschauer zugelassen – es dürfen einzig Betreuer, Funktionäre, Helfer und Angehörige in die Halle.

Bereits am Sonntag, dem 30. Mai 2021, ebenfalls um 14 Uhr, findet dann das Rückspiel in Lancy statt. Wenn sich eine der beiden Mannschaften zweimal durchsetzt, qualifiziert sie sich für den Superfinal vom 27. Juni 2021 in Muttenz. Sollten beide Mannschaften an diesem Wochenende je eine Partie gewinnen, käme es am 12. Juni 2021 zu einem Entscheidungsspiel um den Einzug in den Superfinal. In diesem entscheidenden Spiel hätte Lancy als Sieger der Qualifikation dann Heimrecht.

Spannende Ausgangslage

Auf Elia Schmid (A20), Pekka Pelz (A20) und Christian Hotz (A19) vom TTC Wil wartet mit dem Qualifikationssieger ZZ-Lancy eine sehr schwierige Aufgabe. ZZ-Lancy verfügt mit Michel Martinez (A20), Yoan Rebetez (A20), Sam Boccard (A19), Yanick Taffé (A19), Loïc Stoll (A19) und Dorian Girod (A19) über ein sehr starkes und breites NLA-Kader.

In der Qualifikation hatten sich die Genfer zweimal ganz knapp gegen den TTC Wil durchgesetzt. Beide Spiele hätten mit etwas mehr Wettkampfglück allerdings auch auf die Seite der Wiler kippen können, die nun natürlich umso mehr hoffen, dass sie sich im Playoff-Halbfinal für die beiden ärgerlichen Niederlagen revanchieren können.

Die Playoff-Halbfinals beginnen bei 0:0 und man darf gespannt sein, wer mit dem zusätzlichen Druck in der entscheidenden Phase der Meisterschaft besser umgehen kann. Besonders entscheidend könnten die Leistungen der beiden herausragenden Nummern 1 sein. Die beiden Topspieler der beiden Mannschaften waren mit ihren Bilanzen in der Qualifikation auch die Topspieler der Liga. Der Wiler Captain Elia Schmid konnte von seinen insgesamt 22 Partien 20 gewinnen. Michel Martinez gewann in der Qualifikation 16 Spiele und musste sich einzig Elia Schmid in der Verlängerung des fünften Satzes geschlagen geben. Ebenfalls sehr wichtig könnte das Doppel werden. Wenn es nach den vier Einzelpartien 2:2 unentschieden stehen sollte, entscheidet nämlich das abschliessende Doppel über Sieg oder Niederlage.

Im zweiten Playoff-Halbfinal vom kommenden Wochenende, trifft Aufsteiger La Chaux-de-Fonds auf Rio-Star Muttenz.

TTC Wil, Thomas Wegmann